Eine meiner Lieblingsstellen im Buch Mormon ist im 2.Nephi 9:50,51 zu finden. Dort spricht Jakob am Anfang des Kapitels über den Plan der Erlösung, das Sühnopfer Jesu Christi und seine Rolle als unser Erlöser. Er ist dankbar für Jesus Christus und sein Sühnopfer. Und dann kommen die beiden Verse:
50) Kommt, meine Brüder, alle, die ihr durstig seid, kommt zu den Wassern; und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst; ja, kommt, kauft Wein und Milch ohne Geld und ohne Kaufpreis.
51) Darum gebt nicht Geld hin für das, was ohne Wert ist, noch eure Arbeit für das, was nicht zufrieden machen kann. Hört eifrig auf mich, und denkt an die Worte, die ich gesprochen habe; und kommt zum Heiligen Israels und labt euch an dem, was nicht zugrunde geht noch verdorben werden kann, und lasst eure Seele an Fettem sich erfreuen.
Mir gefällt an den Versen zuerst einmal, dass sie den Wert des Evangeliums aufzeigen. Für jemanden der durstig oder hungrig ist, gibt es doch nichts Schöneres als zu trinken oder zu essen. Und wir erhalten dies als freie Gabe von unserem Erlöser Jesus Christus.
Dann lernen wir etwas über die Prioritäten in unserem Leben und was für uns am wichtigsten sein sollte. Eifern wir nicht dem Mammon nach, welcher uns nicht zufrieden machen kann, sondern kommen wir viel mehr zum Erlöser Jesus Christus und LABEN uns an ihm. Ich finde das Wort „laben“ so schön an der Stelle, weil es bedeutet sich dafür Zeit zu nehmen und es nicht hastig zu verschlingen. Wir erfreuen uns an dem „Fettem“, wofür das Evangelium Jesu Christi ja steht.
Trotzdem fällt es uns häufig schwer das Evangelium mit Freude zu leben. Wenn wir bewusster aufpassen wie unsere Gottesdienste auf Freunde und Besucher, aber auch auf die anderen Mitglieder wirken, dann können wir alle etwas besser werden. Aber noch mehr sogar in unserem Alltag.
Wie können wir das Evangelium mit Freude leben?
Wenn wir die Gebote als Hilfe von Gott sehen und nicht als etwas, was uns eingrenzt, dann ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung. Unsere Eltern im Himmel und Jesus Christus lieben uns so sehr, dass wir das kaum erfassen können. Aus diesem Grund haben sie uns die Gebote gegeben damit wir es leichter haben zu ihnen zurück zu kommen. Sie sind uns also Stützen und keine Schranken.
Unser heutiger Prophet Russell M. Nelson sagte im Oktober 2016 in seiner Ansprache „Freude und geistiges Überleben“:
„Die Freude, die wir empfinden, hat wenig mit unseren Lebensumständen und vielmehr damit zu tun, worauf wir im Leben den Blick richten.
Wenn wir Gottes Plan der Erlösung und Jesus Christus und sein Evangelium in unserem Leben in den Mittelpunkt stellen, … können wir Freude verspüren – ganz gleich, was in unserem Leben geschieht oder nicht geschieht. Freude kommt von Christus und durch ihn. … Für Heilige der Letzten Tage ist Jesus Christus Freude!“
Wie gut das doch auch wieder zu den Worten Jakobs passt.
Wenn wir das unseren Mitmenschen vorleben und sie einladen, dann können auch sie sich an Jesus Christus laben.
Ich habe ein festes Zeugnis vom Evangelium Jesu Christi und seiner Göttlichkeit sowie davon, dass wir auch heute noch lebende Propheten haben.
Im Namen Jesu Christi Amen.
Bruder Benjamin Ritter
Pfahlführungssekretär













