Botschaft August 2025

Glaube – Alle guten Dinge sind drei

von Schw. Tabea Lange

In der Psychologie spricht man oft davon, dass drei Dinge eng zusammengehören: unser Verhalten, unsere Gedanken und unsere Gefühle. Unternehmen wir etwas, das uns Freude bereitet, so kann dies unsere Gedanken positiv beeinflussen und uns ein gutes Gefühl geben. Haben wir positive Gedanken, sind wir gewillter etwas zu unternehmen, was uns Freude bereitet und können uns auch besser fühlen. So kann es auch mit unbequemeren Gefühlen sein. Fühlen wir uns ängstlich, denken wir vielleicht eher daran, was schief gehen könnte und suchen eine bestimmte Situation lieber nicht auf. Ein ganz natürliches Zusammenspiel. Unser Verhalten, unsere Gedanken und unsere Gefühle beeinflussen sich also immer wieder.

Dieses Prinzip macht vor dem Evangelium keinen Halt. Ganz im Gegenteil – wir können ihm dort immer wieder begegnen. Nehmen wir den Glauben an Jesus Christus als Beispiel. Wie können wir unseren Glauben stärken – mit den drei Teilen: Verhalten, Gedanken, Gefühle.

Wie können wir unseren Glauben stärken durch unser Verhalten?

Elder Roman zählt in seiner Ansprache im April 2025 folgende Möglichkeiten auf: Gebete, Schriftstudium, Tempelbesuch, geschlossene Bündnisse.

Wie können wir unseren Glauben stärken durch unsere Gedanken?

Elder Roman nennt hier (indirekt) Beispiele wie: Vertrauen und Erinnerungen an geistig prägende Momente. Vielleicht ist es ein Gedanke bzw. eine Entscheidung wie: „Ich möchte dem Herrn vertrauen“, „Ich bin ein Kind von Gott“, „Was würde Jesus tun?“, „Jesus weiß genau wie es mir geht“, „Ich bin nicht allein damit“, „Ich weiß noch, wie ich mit … einst gesegnet wurde“, …

Wie können wir unseren Glauben stärken durch die Wahrnehmung unserer Gefühle?

Wie fühlt es sich an, wenn du an Christus denkst? Spürst du eine Ruhe? Oder vielleicht eine Wärme? Ist die Wärme im Bauch? In der Brust? Wir fühlt es sich bei dir an?

Aber wie hängen die drei jetzt nochmal zusammen? Achten wir doch beim nächsten Schriftstudium (Verhalten) mal darauf, welche Gedanken wir haben und wie wir uns währenddessen fühlen. Achten wir beim nächsten Gedanken an Christus darauf, wozu er uns motiviert (Verhalten) und was er uns für ein Gefühl gibt.

(Das Prinzip kann übrigen auch funktionieren, wenn du mal das Gefühl hast, dass dein Glaube gerade nicht so stark ist, wie du ihn gern hättest. Was tun? Am Verhalten ansetzen kann unglaublich wirksam sein. Also – Schriften gezückt, auf die Knie begeben, einen Fuß ins Gemeindehaus oder den Tempel gesetzt – und einmal mehr darauf achten, welche Wirkung es auf deine Gedanken hat und wie du dich dabei fühlst.)

Im Namen Jesu Christi, Amen.

Schw. Tabea Lange, Vorsitzende des JAE-Komitees im Pfahl

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