Botschaft Oktober 2024

Auch wenn es NOCH nicht geht – machen wir weiter

von Pfahl-FHV-Präsidentin Melanie Laube

Vor einiger Zeit durfte ich mit einer Patientin, die wenige Wochen zuvor einen Knochenbruch im Bereich des Schultergelenkes erlitten hatte, daran arbeiten unter anderem die Beweglichkeit des Armes wieder zu trainieren.

Gestartet haben wir, indem ich ihr aktiv helfen musste, ihren Arm zu heben – mit zusätzlichen Kommandos wie: „Heben Sie den Arm hoch – weiter – noch ein bisschen – und noch kurz halten“. Den häufigsten Satz, den ich zu hören bekam war: „Das geht nicht!“. Und ja, es ging in dem Moment auch nicht so wie ich es gesagt habe und schon gar nicht so wie die Patientin es gern gewollt hätte. Was sie dann stets von mir zu hören bekam war: „Das geht NOCH nicht!“.

Im Laufe der Zeit (mehrere Wochen) hat sie ihren Arm immer etwas höher bekommen und es kam mehr und mehr Kraft hinein. … Als wir uns nach einer „Pause von etwa zwei Wochen wieder sahen, hat sie offensichtlich gut weiter trainiert und ich bekam freudig zu hören: „Ich kann den Arm jetzt heben.“ und der Arm ging einwandfrei noch oben.

Dann kam ich mit einer neuen Übung für den Arm. Sie probierte es und sagte: „Das geht NOCH nicht!“ Ich hab mich in dem Moment riesig gefreut. Zum einen, dass sie so deutlichen Fortschritt gemacht hat, und zum anderen, dass sie ihre Einstellung in eine positivere Richtung geändert hat, um dadurch weiter und besser voranzukommen.

Es gibt verschiedenste Herausforderungen, vor denen wir stehen, und bei denen wir denken „Das kann ich nicht“ und dann am liebsten aufgeben wollen und uns vielleicht für den bequemen Weg entscheiden. Doch denken wir an unser großes Ziel – wieder zu unserem himmlischen Vater zurückzukehren und bei ihm zu leben. Das schaffen wir nur, wenn wir uns anstrengen und uns Stück für Stück voran arbeiten. Jeder von uns kann mit der richtigen Einstellung und der notwendigen Energie enorme Fortschritte auf dem Weg des Herrn machen.

„Unsere Herausforderungen mögen körperlicher, geistiger, wirtschaftlicher oder seelischer Art sein, wenn wir darin aber Gelegenheiten und Hilfen für unseren Fortschritt sehen und nicht Hindernisse und Stolpersteine, wird unser Leben und unser Wachstum wunderbar sein.“ (John B. Dickson  Of the Second Quorum of the Seventy – Oktober 1992)

Der himmlische Vater kennt all unsere Herausforderungen und er weiß, womit jeder Einzelne gerade zu kämpfen hat. Wenn wir uns dem Herrn zuwenden und das tun, was für uns möglich ist, wird er uns ganz sicher die notwendige Kraft geben, die wir brauchen. Haben wir Glaube, Zuversicht und Vertrauen in den Herrn. Er steht uns immer zur Seite und lässt uns nie allein. Unser Vater im Himmel freut sich über jeden Schritt, den wir mit ihm weiter vorankommen.

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11:28-30)

Im Namen Jesu Christ Amen.

Schw. Melanie Laube

Pfahl-FHV-Präsidentin

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